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30. September 2026

Europa beginnt mit Begegnung

Am Tag des Weimarer Dreiecks und der Europäischen Sprachen wurde der Görlitzer Campus der Hochschule Zittau/Görlitz zum Ort für Begegnung, Mehrsprachigkeit und grenzüberschreitenden Austausch.

Bonjour“, „Dzień dobry“, „Guten Morgen“ und „Dobrý den“: Schon die Begrüßung machte deutlich, worum es am 23. September auf dem Görlitzer Campus ging. Schülerinnen und Schüler, Studierende und weitere Gäste kamen zusammen, um Sprachen kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und Europa ganz praktisch zu erleben. 20260923_WDNews

Die Lage des Campus direkt an der Neiße gab dem Tag eine besondere Bedeutung. Auf der gegenüberliegenden Seite liegt Zgorzelec, Deutschland und Polen sind hier unmittelbare Nachbarn. Rektor Prof. Dr.-Ing. Alexander Kratzsch griff diese Nähe in seinem Grußwort auf:

“

Das Wasser trennt uns nicht wirklich. Und die Brücken, die wir bauen, verbinden uns.

”
Rektor Prof. Dr. Alexander Kratzsch

Europa im Alltag erleben

Das Programm zeigte auf unterschiedliche Weise, wie grenzüberschreitende Begegnung funktionieren kann. Junge Menschen aus der Region gestalteten selbst Teile des Tages, lernten Nachbarsprachen kennen und kamen mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Institutionen ins Gespräch. Musikalische Beiträge, Workshops, Lesungen und kreative Angebote boten dabei unterschiedliche Zugänge zu Sprache und Kultur. 

Zu den Beiträgen gehörten unter anderem Auftritte von Schülerinnen und Schülern aus Zgorzelec sowie Angebote, die deutsch-polnische und deutsch-französische Zusammenarbeit sichtbar machten. Entscheidend war dabei weniger das einzelne Programmdetail als die gemeinsame Erfahrung: Europa wurde nicht abstrakt verhandelt, sondern durch Begegnung, Sprache und gemeinsames Tun konkret.

Sprachen öffnen neue Perspektiven

Der Tag verband die Idee des Weimarer Dreiecks mit dem Europäischen Tag der Sprachen. Das 1991 gegründete Weimarer Dreieck steht für die Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Frankreich und Polen und für den Versuch, politische und gesellschaftliche Verständigung über historische Gegensätze hinweg zu stärken. 

Auch Mehrsprachigkeit spielte deshalb eine zentrale Rolle. Wer eine andere Sprache lernt, erschließt sich nicht nur neue Wörter, sondern auch neue Perspektiven und Zugänge zu anderen Lebenswelten. Genau darin liegt ein wesentlicher Teil grenzüberschreitender Verständigung.

Für die Hochschule Zittau/Görlitz ist dieser Gedanke eng mit ihrem Standort verbunden. In der Dreiländerregion treffen Deutschland, Polen und Tschechien auf engem Raum zusammen. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit gehört deshalb zum Alltag in Studium, Lehre und Hochschulleben.

Alexander Kratzsch brachte diesen Gedanken in seinem Grußwort auf den Punkt:

“

Ein gemeinsames Europa entsteht nicht allein durch Verträge und politische Erklärungen. Es entsteht dort, wo Menschen miteinander sprechen, voneinander lernen und gemeinsam etwas auf die Beine stellen.

”

Ein Netzwerk über Grenzen hinweg

Das Netzwerk für das Weimarer Dreieck in Sachsen organisierte den Tag und stellte den Rahmen für ein gemeinschaftlich gestaltetes Programm bereit. Die Hochschule Zittau/Görlitz war Gastgeberin und beteiligte sich ebenso wie zahlreiche weitere Partner mit eigenen Beiträgen.

 Nach Stationen in Dresden, Chemnitz und Görlitz soll der Tag des Weimarer Dreiecks und der Europäischen Sprachen 2027 in Leipzig fortgesetzt werden.

Ansprechperson
Dr.
Stephen Aranha
Rektorat/Stabsstelle Hochschulentwicklung und Kommunikation
02763 Zittau
Th.-Körner-Allee 16
Gebäude Z I, Raum 1.54
1. Obergeschoss
+49 3583 612-4403