SpreuStroh

"Entwicklung einer Aufbereitungstechnolgie für SpreuStroh“ im Rahmen des Verbundvorhabens „Technische und technologische Entwicklung einer innovativen Wertschöpfungskette SpreuStroh“ der kluge GmbH.

 

Ausgangspunkt & Zielsetzung

Ausgangspunkt für das Kooperationsprojekt zwischen der Firma Kluge GmbH aus Königswartha und der Hochschule Zittau/Görlitz war die Feststellung, dass weltweit einerseits intensiv nach neuen Möglichkeiten der Nutzung landwirtschaftlicher Reststoff-Biomassen gesucht wird und andererseits auch in modernen Ernteverfahren die in allen Belangen hochwertige Biomasse Spreu mangels effizienter Ernte- und Transporttechnologien noch immer ungenutzt in die Ernteflächen zurückverteilt wird.

Auf der Basis eines innovativen Ernteverfahrens, das die Bergung des Getreidekorns ungereinigt in einem Gemisch mit Spreu und gehäckseltem Stroh in einer Überfahrt der Erntemaschine realisiert, wurde daher das Vorhaben entwickelt, für die neuartige Biomassemischung SpreuStroh eine komplette Wertschöpfungskette von der speziellen Erntetechnik über neue Transport-, Umschlags- und Lagertechnologien bis zum gezielt aufbereiteten Ernteprodukt auch für große industrielle Bedarfe zu realisieren. Denn allein Spreu stünde deutschlandweit mit etwa 10 Mill. Tonnen zur Verfügung.

Den in diesem Prozess beteiligten Landwirten soll damit ermöglicht werden, neue Ertragsmöglichkeiten in weitgehender Eigenleistung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erzielen, gleichwertiger Partner neuer industrieller Märkte zu werden und neben dem Schutz seiner eigenen Produktionsfläche Boden erheblich verbesserte Beiträge zum Schutz der Umwelt zu leisten.

Am Institut für Verfahrensentwicklung, Torf- und Naturstoff-Forschung der Hochschule Zittau/Görlitz werden im Rahmen dieses Projektes die Möglichkeiten der zentralen Aufbereitung des mit der Erntemaschine geborgenen Produktes SpreuStroh aufgezeigt. Während der Forschungsarbeiten gilt es verschiedene Anwendungsmöglichkeiten für SpreuStroh ins Auge zu fassen und in einer modular aufgebauten Prozesskette anwendungsorientierte Aufbereitungstechnologien zur Verfügung zu stellen. Dabei liegt der Fokus zum einen auf der umfassenden Charakterisierung des Ausgangsmaterials SpreuStroh und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten das Material aufzubereiten. Und zum anderen werden Prozesse der klassischen mechanischen Verfahrenstechnik ausgewählt (Zerkleinern, Sortieren, Klassieren) und getestet, um SpreuStroh so aufzuarbeiten, dass es möglich wird dieses neuartige Produkt für spezielle Anwendungsgebiete zur Verfügung zu stellen.

Ansprechpartner

Dr.-Ing.
Maria Schäfer
Institut für Torf- und Naturstoffforschung
Standort 02763 Zittau
Hochwaldstraße 14
Gebäude Z XV, Raum 1.02
+49 3583 612-4314
Weitere Informationen
Das Projekt wird gefördert von

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