LaNDER³ - News

05. Mai 2022

Nach dem Mond greifen!

Beim Girls‘ Day an der HSZG erhielten Schülerinnen der Klassen 5 bis 9 Einblicke in verschiedene MINT-Studiengänge.


Eine Fünftklässlerin trägt einen Laborkittel und eine Schutzbrille und hält lächelnd ein Metallwerkstück in der Hand.
Foto: Antje Pfitzner Sechstklässlerin Amelie freute sich über die vielen Experimente im Labor Werkstofftechnik und Werkstoffprüfung beim Girls' Day.

Es glitzert und funkelt! Stolz hält Amelie ihr neues Lesezeichen in die Höhe. Die Sechstklässlerin hat beim Girls‘ Day am 28. April 2022 an der HSZG ein ganz besonderes Metallstück aus einer Leichtbaulegierung im Labor Werkstofftechnik und Werkstoffprüfung der Fakultät Maschinenwesen gefertigt. Sie und ihre Schulfreundinnen Wilma und Matilda hatten sich für das Angebot „Frauenpower im Maschinenbau!“ angemeldet.

Bei spannenden Experimenten absolvierte Matthias Herrmann mit den Schülerinnen verschiedene Stationen zur Werkstoffspezifizierung, die die kleinen Forscherinnen ins Staunen versetzten. „Wir möchten Einblicke in die vielfältigen Möglichkeiten im Bereich der Energie- und Umwelttechnik und im Maschinenbau geben“, erzählt der HSZG-Mitarbeiter. Die Experimente sollen den Schülerinnen vor allem Freude bereiten und ihr Interesse an der Erforschung alternativer Rohstoffe und Verfahren bestärken.

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„Es ist gerade auch diese Generation Schülerinnen, die ihre Zukunft nachhaltig mitgestalten wollen“,

findet Matthias Herrmann.

Dem kann Professorin Sophia Keil nur zustimmen. Die Prorektorin für Bildung und Internationales begrüßte die jungen Nachwuchsforscherinnen in der Fakultät Maschinenwesen und erzählte von ihren ganz persönlichen Erfahrungen als Schülerin, Studentin und Wissenschaftlerin. „Mir gefällt besonders an diesem Format, dass man den Enthusiasmus und die Neugier der jungen Teilnehmerinnen spürt, mit der sie die angebotenen Stationen absolvieren. Wir vermitteln damit nicht nur Wissen über unsere Studiengänge, sondern Wow-Effekte. Und diese bleiben lange in den Köpfen der Mädchen hängen.“

Wow-Effekte gab es auch im SCO-TTi-Labor der Fakultät Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen. Hier demonstrierten die Mitarbeiter des Instituts für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik (IPM) Daniel Fiß und Christian Vogel einer Gruppe von Siebt- und Neuntklässlerinnen der Richard-von-Schlieben-Oberschule Zittau und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Löbau, wie man einen Roboter dazu bringt, mit einem Menschen zusammenzuarbeiten.

Die Schülerinnen lernten dabei auch Anastasia kennen. Die Elektrotechnik und Informatik-Studentin aus Griechenland macht aktuell ihren Master und berichtete als ausländische Studentin von ihrem Studium in Zittau. Interessiert lauschten Fatima und Sevval ihren Schilderungen. Die 14-jährige Fatima stammt aus der Türkei und interessiert sich für das Fachgebiet Informatik, im Speziellen für alles, was mit Programmierung zusammenhängt. „Ich will erstmal mit einer Tätigkeit am PC anfangen, kann mir aber vorstellen, später mit Robotern zu arbeiten“, sagt sie.

Die Neuntklässlerin Sevval aus dem Libanon hat schon ganz konkrete Pläne. „Ich möchte Luft- und Raumfahrttechnik studieren.“ Könnte in diesem Bereich die Arbeit mit Cobots, wie sie von den IPM-Mitarbeitern vorgestellt wurde, auch von Bedeutung sein? „Auf jeden Fall“, sagt die 16-Jährige.

Bei ihrem Besuch im SCO-TTi-Labor ging Prorektorin Sophia Keil auf die vielfältigen Möglichkeiten ein, die ein Studium mit technischem Schwerpunkt an der HSZG bietet. Faktoren wie Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit wurden näher ausgeführt und am Ende wussten die jungen Teilnehmerinnen sogar darüber Bescheid, was eigentlich Amortisation einer Investition heißt.

Das Motto des Girls' Days lautete: "Ob typische Männer-, oder Frauenberufe - Es zählt, was du willst." Aber was rät unsere Prorektorin den Schülerinnen konkret? Was war ihr Motto? "Shoot for the moon. Even if you miss, you'll land among the stars. (Anm. von Norman Vincent Peale). Also greift nach dem Mond! Nichts ist unmöglich! Und bewahrt euch bei allen Herausforderungen immer auch den Blick für mögliche Lösungen.“

Im Anschluss wurde den interessierten Schülerinnen im Naturfaserzentrum LaNDER³ demonstriert, wie man zukünftig mit dem, was die Natur hergibt, leben und produzieren kann und wie man dabei unsere Umwelt schont. Helene und Arna, beide Klasse 7 aus Löbau, fanden es besonders spannend zu sehen, wie aus Pflanzen biologisch abbaubares Einweggeschirr oder Bauteile für Züge hergestellt werden kann. Abschließend blickten alle Beteiligten beim gemeinsamen Mittagessen in der Mensa mit der Prorektorin und Studienberater Lukasz Witków auf einen aufregenden Tag zurück.

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Beim jährlich stattfindenden bundesweiten Girls‘ Day  können Schülerinnen in Mädchen-untypische MINT-Berufe reinschnuppern. Ziel ist dabei, mit Rollenklischees für „geschlechtsfremde“ Berufe Schluss zu machen.

Ihre Ansprechperson

Foto: M.A. Cornelia Rothe
M.A.
Cornelia Rothe
Stabsstelle Hochschulentwicklung und Kommunikation
Standort 02763 Zittau
Theodor-Körner-Allee 16
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